Tagung

Warum Schreiben!
Schreiben als transformative Kraft

Tagung des Instituts für Schreibwissenschaft
21.-22.11.2024 an der Universität Bremen
Vorschläge für Beiträge bitte bis 29.02.2024 an tagung24@schreibwissenschaft.de

Call for Participation

Warum Schreiben auch und gerade im Zeitalter von KI-generierten Texten relevant ist, dem wollen wir im Rahmen der ersten Tagung des Instituts für Schreibwissenschaft (ISW) gemeinsam auf den Grund gehen – so vielstimmig, interdisziplinär und interaktiv wie möglich!

Durch die großflächige Verfügbarkeit von textgenerierenden KI-Tools befindet sich die Kulturtechnik Schreiben selbst in einer transformativen Phase. Gerade deshalb besteht in besonderer Weise die Notwendigkeit, aber auch die Chance, die transformative Kraft des Schreibens neu in den Blick zu nehmen. Der Forschungsgegenstand ‚Schreiben‘ lädt zu multiperspektivischen Herangehensweisen ein: Forschungsfragen zur transformativen Kraft von Schreibprozessen, Feedbackstrategien, schriftlicher Kommunikation und zu transformativen Aspekten der Textproduktion, Rezeption und Rahmenbedingungen des Schreibens sowie zur Transformation der schreibenden Person, von Institutionen oder medialen Kulturen sind herzlich willkommen. 

Mit folgenden Fragen wollen wir uns beispielsweise im Rahmen der Tagung auseinandersetzen:

  • Inwiefern transformiert das Schreiben die schreibende Person? Wie wird das Schreiben genutzt? (z.B. als Mittel der Selbstreflexion, als Lernmedium, als Mittel zur Förderung der mentalen und physischen Gesundheit?)
  • Inwiefern ist Schreiben eine interaktive und/oder kollaborative Praxis und wie wirkt es als solche in Schule, Journalismus, Literaturbetrieb, Hochschule etc.? (z.B. im literarischen Lektorat, in Review-Prozessen, im Austausch über Texte …)
  • Wie kann Schreiben für bestimmte Zielgruppen transformatorisch wirksam werden? (z.B. Grundschulkinder, Senior:innen, Menschen aus bildungsfernen Kontexten)
  • Wie wirkt sich Schreiben auf Kreativität aus und wie Kreativität auf das Schreiben? Welche gesellschaftliche Rolle ergibt sich daraus für (nicht nur kreatives) Schreiben?
  • Welche Rolle spielen Schreiben und Schreibdidaktik in institutionellen Transformationsprozessen, beispielsweise an Hochschulen? Welche Transformationsprozesse kann es anstoßen?
  • Warum Schreiben? Welche Forschungsfragen ergeben sich daraus, wie lassen sie sich methodisch fassen und welche interdisziplinären Zusammenschlüsse könnten ihnen gerecht werden?

Folgende Formate sind im Rahmen der Tagung möglich:

  • Worldcafé
    In aufeinander folgenden Gesprächsrunden von 15-20 Minuten werden an mehreren Tischen gleichzeitig Frage- oder Problemstellungen besprochen und abschließend zu handlungsorientierten Ergebnissen zusammengeführt.
    Für ein Worldcafé können Vorschläge für brennende Forschungsfragen eingereicht werden, die an einem Tisch im Rahmen von mehreren Gesprächsrunden ergebnisorientiert, aber theoretisch und methodisch offen diskutiert werden.
  • Geführte Reise durch den Markt der Möglichkeiten
    An mehreren Stationen werden Projekte oder Ideen präsentiert, z.B. als Pecha Kucha, Poster oder kreative Schreibexperimente mit Bezug zum Tagungsthema. Die Teilnehmenden besuchen die Stationen in einer festen Gruppe und machen unterwegs Kaffeepausen zum Diskutieren ihrer Eindrücke.
    Für dieses Format können Vorschläge für Stationen eingereicht werden, die anhand von W-Fragen die Inhalte der Station erläutern und das gewählte Format, also z.B. Poster, erklären. Bitte das Zeitlimit beachten: Die Reisegruppen bleiben maximal 10 Minuten an einer Station!
  • Wissenschaftliche Vorträge
    Wissenschaftliche Vorträge haben ein Zeitlimit von 20 Minuten Vortragszeit, gefolgt von 10 Minuten Diskussion. 
    Für dieses Format wird ein Abstract mit Literaturverweisen eingereicht.
  • Datensitzungen
    In Datensitzungen besteht die Möglichkeit, empirische schreibwissenschaftliche Daten mit den Teilnehmenden zu besprechen. Datensitzungen dauern 60 Minuten.
    Für dieses Format wird ein Abstract mit Literaturverweisen eingereicht, der das Forschungsprojekt im Kontext der Daten darstellt. Außerdem sollte erläutert werden, welche Daten voraussichtlich zur Verfügung gestellt werden und wie die Besprechung der Daten aussehen soll (z.B. durch Kleingruppenarbeit mit Leitfragen o.a.).
  • Flipped-Classroom-Formate
    In Flipped-Classroom-Formaten werden Inhalte diskutiert, die den Teilnehmenden vier Wochen vor der Tagung zur Verfügung gestellt werden. Die Inhalte können in Form von Texten, Videos oder vorab aufgezeichneten Vorträgen zur Verfügung gestellt werden. Die Vorbereitungszeit der Teilnehmenden sollte dabei nicht mehr als 45 Minuten betragen.
    Für dieses Format wird ein Abstract mit Literaturverweisen eingereicht, das auch das Material zur Vorbereitung und die Gestaltung der geplanten Diskussion benennt.
  • Science Slam
    Im Science Slam wird in maximal 10 Minuten ein eigenes Forschungsthema möglichst unterhaltsam präsentiert. Alles, was nicht langweilig ist, ist dabei erlaubt, also z.B. auch Verkleidungen oder Performances. Das Publikum kürt per Abstimmung den:die Gewinner:in des ISW-Science-Slams.
    Für dieses Format wird ein Abstract mit Literaturverweisen eingereicht. 

Außerdem wird im Rahmen der Tagung das schreibwissenschaftliche Kolloquium veranstaltet, zu dem das Nachwuchs-Netzwerk des ISW, der SIG Forschung (gefsus) und der GewissS herzlich einlädt. Weitere Infos unter Nachwuchs-Netzwerk (schreibwissenschaft.de). Interessierte können sich über iswpromovierende@schreibwissenschaft dafür anmelden.

Information zu den Abstracts:

Die Tagung hat einen schreibwissenschaftlichen Fokus, d.h. aus jedem Abstract sollten die Forschungsfrage und der theoretische und/oder methodische Rahmen klar hervorgehen. Der Abstract sollte maximal 2000 Zeichen (inkl. Leerzeichen, exkl. Literatur) umfassen. 
Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre E-Mailadresse, den Titel des Beitrags und das Format des Beitrags (z.B. Science Slam) an. Vor dem Literaturverzeichnis fügen Sie bitte eine Mini-Biografie ein (Fließtext, maximal 300 Zeichen inkl. Leerzeichen). 

Vorschläge für Beiträge gehen bitte bis 29.02.2024 an tagung24@schreibwissenschaft.de
Alle Teilnehmenden bekommen auf ihre Einreichungen ein freundliches Feedback 
bis zum 05.04.2024.

Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen in zahlreichen Formaten! 

Herzliche Grüße im Namen des Instituts für Schreibwissenschaft

 

Sarah Brommer, Johannes Emmerich, Thomas Ernst, Stefanie Everke-Buchanan, Katrin Girgensohn, Carmen Heine, Nora Hoffmann, Dagmar Knorr, Marget Mundorf, Rosalie Scheegaß, Kirsten Schindler, Nadja Sennewald, Erika Unterpertinger, Anja Voigt (Institutsmitglieder, die das Tagungskonzept gemeinsam entwickelt haben)

 

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